Nach dem G20 in Hamburg

Was bleibt vom G20 in Hamburg?

Der G20 in Hamburg ist rum und ich glaube, es geht nicht nur mir so. Viele haben das Bedürfnis etwas dazu zu sagen. Etwas zu tun. Das Netz ist voller Berichte, Bilder und Geschichten. Und genauso geht es mir auch.

Der G20 ist natürlich kein Versicherungsthema. (aber jedem, der nach einem Schaden Hilfe braucht um seine Ansprüche durchzusetzen helfen wir von Herzen gerne) Aber er ist ein Thema unserer Stadt und ein Thema, das uns alle angeht.

Ich habe vor dem Gipfel gesagt, dass ich es für eine schlechte, für eine dumme Idee halte, diesen G20 in einer Stadt wie Hamburg zu veranstalten. Und eigentlich sollten mir die Krawalle der letzten Tage Recht geben. Aber seltsamer Weise sehe ich es jetzt komplett anders. Denn es kann nicht sein, dass wir uns von wenigen Kriminellen das Recht nehmen lassen, Veranstaltungen in Hamburg abzuhalten. Denn es war ja nicht nur der G20. Es waren auch alle anderen friedlichen Proteste und Demonstrationen. Wenn wir uns von diesen Terroristen, und nichts anderes sind sie, von unserem Recht abhalten lassen, Veranstaltungen abzuhalten und friedlich auch eine andere Meinung zu demonstrieren, verlieren wir alle. Ich will keine Gipfel auf einem Flugzeugträger. Denn denn kann niemand demonstrieren und alles passiert ohne uns. Ich will beide Seiten bei den Menschen.

Ich wünsche mir Gipfel in Städten wie Hamburg mit allem was dazu gehört.

Jetzt hatten wir drei schlimme Nächte und reflexartig wir der Polizei und der Politik Versagen vorgeworfen. Doch ich vermag bei besten Willen kein Versagen zu entdecken. Das einzige was ich sehe, sind Politiker, die einen ordentlichen Job machen, friedliche Demonstranten, tolle Polizisten und ein paar Tausend Kriminelle.

Die Polizei aus ganz Deutschland hat es trotz der schlimmsten Krawalle, die wir hier je erleben mussten, geschafft, den Gipfel zu schützen und zu einem erfolgreichen Ende zu führen. Trotz Krimineller, die den Tot anderen billigend in Kauf genommen haben, gab es keine Toten. Ich finde, das die Polizei diese unglaublich schwierige Situation großartig gemeistert hat. Jeder der da irgendetwas auszusetzen hat, möge einmal sagen, wie das besser zu lösen gewesen wäre. Ich für mich bedanke mich ganz herzlich.

Und alle Hamburger, die der Polizei geholfen haben und allen denen, die heute in die Schanze zum Aufräumen gefahren sind , kann man nur danken. Ihr gebt Hamburg das wahre Gesicht. Das freundliche und weltoffene. Nicht die schwarz gekleideten Terroristen. Die sind nicht HAMBURG.

Die Polizisten aus den anderen Bundesländern fahren nach Hause. Mit dem Eindruck eines schlimmen Einsatzes, aber auch mit dem Eindruck toller Hamburger. Denn das sind wir.

Und dann noch ein Wort zu unserem Bürgermeister. Jetzt wird gefordert, dass er wegen der Vorfälle zurück treten soll. Mag mir einmal jemand erklären warum? Er hat den Gipfel  mit in unsere Stadt geholt. Ob man ihn lieber nach Berlin gegen hätte, darüber kann man streiten. Er hat zusammen mit den Sicherheitskräften ein hervorragendes Konzept erarbeiten lassen und menschenmögliches getan. Und die Sicherheitskräfte haben es unter diesen Umständen toll gemacht. Das einzige was man ihm vorwerfen kann, ist das er vor dem Gipfel, was die Krawalle angeht, zu optimistisch war. Und wenn Optimismus mittlerweile eine Rücktrittsgrund ist, dann gute Nacht.

Ich ende mit den Worten von Radio Hamburg:

Warum (macht Ihr schwarz gekleideten Terroristen das)?

Weil Ihr Arschlöcher seid.

Verpisst Euch aus unserem Hamburg

 

 


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