Mallorcadeckung – ein längst vergessener Baustein!

Ein Fahrzeug ist heute schnell versichert. Mittels einem Online-Vergleichsprogramm für KFZ erhält man nach wenigen Schritten die beste Prämie am Markt. Doch was passiert, wenn plötzlich ein rotes Warnschild aufploppt, mit dem Hinweis „Ihre Deckungswünsche werden nicht erfüllt – Malloradeckung fehlt“.

Hmmm….was war das denn gleich? Eigentlich habe ich tiefes Fachwissen im Bereich KFZ, nur was war denn gleich die Mallorcadeckung? Nachdem ich mich zugegeber Weise nur noch an profane Brocken erinnern kann, will ich es mir leicht machen. Also, schnell die Nummer der betreffenden Versicherung aus dem Netz gesucht und in der KFZ-Abteilung nachfragt. Doch auch dort….betretenes Schweigen. Ja, das gibt es. Aber was es genau ist? Da müsse man erst nachlesen und werde mich informieren.

Genau so erging es mir bei vier Gesellschaften. Die Mallorcadeckung ist mittlerweile Standard und daher eigentlich nicht mehr der Rede wert. Denkt man.

Letzlich habe ich mir die Bedingungen zur Hand genommen und selbst nachgelesen. Damit – wenn man doch mal auf die Idee kommen sollte, genauer nachzufragen – man etwas im Netz findet, hier eine kurze Erläuterung meiner „Recherche“ 😉 :

Mallorcadeckung = ein Baustein der KFZ-Haftpflichtversicherung

Mieten Sie in Ländern der EU und Mittelmeeranrainerstaaten (hier unterscheiden sich die Versicherer – die Länder werden in den AKB aufgelistet) einen Pkw, ein Kraftrad oder ein Campingfahrzeug an, so weitet sich Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung automatisch auf dieses Fahrzeug aus.

Versicherungsschutz besteht für Sie, Ihren Ehe-/ eingetragenen Lebenspartner oder Ihren Lebenspartner, mit dem Sie einen gemeinsamen Haushalt führen, als berechtigte Fahrer im Regelfall für die Dauer von 3 Monaten ab dem Zeitpunkt der Anmietung des Fahrzeugs.

Bei dem Baustein handelt es sich um eine Subsidärdeckung, d.h. es greift zunächst die KFZ-Haftpflichtversicherung des gemieteten Pkw. Die Zahlungen des deutschen Versicherers gelten als Ergänzung für ein Schadenereignis, beschränkt jedoch auf die Höhe der Versicherungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, mit der Ihr Fahrzeug versichert ist.

Sinnvoll ist dies besonders in Ländern, in denen die Regelversicherungssummen sehr niedrig sind und man bei einem Unfall ggf. selbst in die Tasche greifen muss um den Schaden auszugleichen.

Aber ACHTUNG:

In verschiedenen Bedingungen habe ich gelesen, dass dieser Baustein für den Basistarif (oder ähnliche Spartarife mit anderen Namen) ausdrücklich ausgeschlossen ist. Wer daher häufig mit einem Leihwagen in den benannten Ländern unterwegs ist, sollte auf den Einschluss dieser Erweiterung achten.

Bildquelle: Rainer Sturm/pixelio.de

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